Personen / Ben Schuster
Ben Schuster
- Psychosozialer Berater
- EFT-Paartherapeut, Supervisor, Seminarleiter & Ausbilder
- Prozessbegleiter & Gruppenleiter in transpersonaler Prozessarbeit
- Meditationskursleiter
- Podcast für EFT-Paartherapie
Aus- und Weiterbildungen
- Zertifizierter emotionsfokussierter Paartherapeut (EFT) & Supervisor – ICEEFT
- Ausbildung zum Einzel-, Paar- und Familienberater bei der IGFB – Internationale Gesellschaft für Beziehungskompetenz nach Jesper Juul (prozess- und emotionsorientiert)
- Grundausbildung in transpersonaler Prozessarbeit bei Richard Stiegler
- Langjährige Meditationspraxis mit Einflüssen aus verschiedenen Schulen: Achtsamkeit, der „Direkte Weg“ (u. a. Adyashanti) sowie buddhistisch geprägte Ansätze (z. B. Tara Brach)
Mein Weg zur inneren Arbeit
Wie bei vielen Menschen begann mein Weg zur inneren Arbeit aus einer Not heraus. Schon in meiner Kindheit spürte ich eine tiefe Sehnsucht nach Sinn und Verbundenheit. Diese fand ich zunächst vor allem in spirituellen Büchern – während ich in der realen Welt eher Angst als Verbindung erlebte. Innere Kontrolle und Disziplin halfen mir, mit dieser Unsicherheit umzugehen. Karate und Meditation prägten viele Jahre meiner Jugend. Doch die erhoffte innere Ruhe blieb aus. Stattdessen fühlte es sich oft wie ein innerer Kampf um Kontrolle an.
Öffnung und Seinserfahrungen
Erst in meinen Zwanzigern, vor allem durch Reisen, begann sich etwas zu verändern. Ich konnte den unsicheren Teil in mir zeitweise hinter mir lassen und erlebte zum ersten Mal eine tiefe Verbundenheit – mit anderen Menschen und mit dem Leben selbst.
Meditation war von da an für mich keine Disziplin mehr, sondern wurde zu einem offenen, natürlichen Sein. Ich verbrachte Stunden und manchmal auch Tage damit, in Stille zu sitzen. Eine unerwartete innere Öffnung ließ mich das Gefühl haben, aus einem inneren Schlaf zu erwachen – vom Leben getragen zu sein.
Doch dieser Zustand hielt nicht dauerhaft an. Die Geburt meines Kindes und die Verantwortung für eine Familie brachten mich zurück in alte Muster. Die Meditation blieb, aber der innere Kampf trat wieder stärker in den Vordergrund.
Die Welt der Emotionen kennenlernen
Mit Mitte dreißig wurde mir klar, dass der Versuch, Emotionen zu kontrollieren oder durch spirituelle Praxis zu umgehen, nicht funktionierte.
Die familientherapeutische Ausbildung eröffnete mir einen neuen Zugang: Ich lernte, mit meinen Ängsten und Bindungsmustern in Kontakt zu gehen. Ich erlebte, dass sich Emotionen verändern, wenn sie wirklich gefühlt werden dürfen – und dass das Sich-Zeigen in einer sicheren Gruppe zu tiefer Verbundenheit führt.
Diese Erfahrungen vertieften sich mit der Entdeckung der emotionsfokussierten Paartherapie (EFT). Die Arbeit mit Paaren, auch in hoch eskalierten Konflikten, gab mir eine klare, strukturierte und nachvollziehbare Methode, emotionale Prozesse zu verstehen und zu transformieren.
Die transpersonale Ebene integrieren
Lange Zeit blieb meine Meditation getrennt von meiner therapeutischen Arbeit – bis ich die transpersonale Prozessarbeit kennenlernte.
Hier wurde für mich deutlich: Das bewusste Dasein mit Emotionen – zuerst mithilfe der Präsenz eines Therapeuten, später auch durch die eigene Präsenz – kann eine tiefe Öffnung ermöglichen. Gefühle verwandeln sich dabei fast wie durch ein Wunder in ein tiefes, offenes Gewahrsein.
Das innere Erforschen brachte eine noch präzisere Wahrnehmung der inneren Bewegungen und einen klaren, wiederholbaren Weg, Menschen in tiefere Verbindung mit sich selbst und dem Sein zu begleiten.
Für mich verband sich hier etwas Entscheidendes: Schwierige Emotionen konnten sich oft überraschend schnell wandeln – hin zu einer tiefen inneren Anbindung, aus der sich neue Seinsqualitäten entfalteten. Es fühlte sich an wie ein inneres Heimkommen zu etwas, wonach ich seit Jahrzehnten gesucht hatte.
Meine professionelle Entwicklung
Seit über 20 Jahren begleite ich Menschen als Trainer, Coach, Berater und Supervisor – zunächst im organisationalen Kontext und seit rund acht Jahren in eigener Praxis mit dem Fokus auf emotionale Prozesse und Beziehungsdynamiken. Durch die Verbindung von emotionsfokussierter Therapie und innerer Prozessarbeit hat sich ein klarer und wiederholbarer Weg entwickelt, Menschen aus innerer Not heraus in mehr Präsenz und Verbundenheit zu begleiten. Dabei löst sich die Identifikation mit alten Gedanken und Emotionen zunehmend auf – und es entsteht Raum für neue, oft zuvor unvorstellbare Möglichkeiten sowie für echte Verbindung.
Wichtige Einflüsse für meine Arbeit
- Der Zugang zur Ebene des Seins: Wenn Menschen sich aus dieser Ebene begegnen, entsteht echte Verbindung und eine neue Perspektive jenseits der Identifikation mit Gedanken und Gefühlen.
- Erfahrungsorientierte Familientherapie: Sie lehrte mich die heilende Kraft von Präsenz und Annahme in Beziehung.
- Emotionsfokussierte Therapie (EFT): Sie brachte Struktur und Verständnis in die Welt der Gefühle und zeigt einen klaren Weg, emotionale Muster auch in schwierigen Situationen zu verändern.
- Transpersonale Prozessarbeit: Sie bildet das Fundament meiner Arbeit und zeigt, dass Veränderung immer im gegenwärtigen Erleben geschieht.
- Meditation und der „Direkte Weg“ (u. a. Richard Stiegler und Adyashanti): Sie eröffneten mir einen unmittelbaren Zugang zu Seinserfahrungen im Hier und Jetzt.
Meine Arbeit heute
Ich arbeite in eigener Praxis und begleite Paare und Einzelpersonen in emotionsfokussierter Therapie und innerer Prozessarbeit.
In den letzten Jahren hat sich mein Schwerpunkt zunehmend in Richtung Gruppenarbeit entwickelt. Ich biete Paarseminare, Männerseminare sowie vertiefende Selbsterfahrungsformate an und leite eine wöchentliche Gruppe für inneres Erforschen und Achtsamkeit.
Mir ist es wichtig, wissenschaftlich fundiertes psychologisches Wissen mit den Erkenntnissen spiritueller Traditionen und der unmittelbaren Erfahrung im Moment zu verbinden.
Spiritualität bedeutet für mich keine Esoterik, sondern eine klare, forschende Haltung gegenüber dem eigenen inneren Erleben.
Einstieg in die Bewusstseinsschule SEELEundSEIN
Schon länger wuchs in mir der Wunsch, meinen Klientinnen und Klienten einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie sich selbst tiefer erforschen können – getragen von einer stabilen Gruppe.
Daraus entstand die Vision, gemeinsam mit Anna Covelli die Grundausbildung in Transpersonale Prozessarbeit „Schritte ins Sein“ in Österreich anzubieten – geplant für 2027.