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Seele und Sein – Bewusstseinsschule · Transpersonale Prozessarbeit

Personen / Anna Covelli

Anna Covelli

Anna Covelli

  • Heilpraktikerin für allgemeine Heilkunde seit 1990
  • Eigene Praxis für Einzel- und Paartherapie mit Schwerpunkt transpersonaler Prozessarbeit
  • Körper- und Bindungsorientierte Krisenbegleitung für Familien

Aus- und Weiterbildungen

  • Studium in Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Menschenrechten und -kulturen
  • Ausbildung in Pflanzenheilkunde beim Institut für Pflanzenheilkunde, Berlin
  • Körper- und Ressourcenorientierte Krisenbegleitung in Schwangerschaft, Geburt, Baby- und Kleinkindzeit beim WIKK, Berlin
  • Kreative Traumatherapie bei der Zukunftswerkstatt Therapie Kreativ
  • Ausbildung als Trauerbegleiterin bei Vergiss Mein Nie, Hamburg
  • Grund- und Aufbautraining in Transpersonaler Prozessarbeit bei Richard Stiegler

Menschlicher Werdegang

Schon als Kind hat mich die Frage beschäftigt, was es bedeutet, wirklich zu leben. Ich spürte eine natürliche Verbundenheit mit den Vögeln, die vor meinem Fenster zwitscherten, mit den Pflanzen am Wegesrand, mit den Bergen, die die Landschaft, in der ich aufwuchs, ausmachten. Wenn alles, alles lebt  – fragte ich mich – was braucht das Leben von uns Menschen - und von mir? Und wie sieht ein Miteinander aus, das allen gut tun?

Auf der Suche nach Antworten bin ich vielfältige Wege gegangen.

In meinem Studium und in den ersten Jahren danach versuchte ich die Ungerechtigkeit, die ich überall in der Welt sah, durch die Mitarbeit in politischen und sozialen Projekten auszugleichen. Das brachte mich auf eine sehr ernüchternde Weise in Kontakt mit meiner Ohnmacht, mit meiner Begrenztheit als Mensch.

Ich konnte dann erstmal kein Ohr mehr für Menschen haben – und  tauchte in die Welt der Pflanzen ein.
Das Leben auf verschiedenen Biohöfen lehrte mir die Wechselwirkungen von Landschaft, Tieren und Pflanzen zu sehen, die Gesetze der Jahreszeiten zu verstehen und ihnen zu folgen.   
2012 gründete ich gemeinsam mit meinem damaligen Partner eine solidarische Landwirtschaft in der Nähe von Berlin. In den folgenden Jahren baute ich Gemüse und Heilkräuter an. Mich faszinierte es sehr, die verschiedenen Pflanzen in ihrer Entfaltung zu beobachten, ihre Wesenszüge zu entdecken und daraus ihre Wirkung zu begreifen. Im Rahmen eines Seminars auf dem Hof durfte ich Klaus Krämer kennenlernen. Sein erstaunlich umfangreiches Wissen über die Zusammenhänge von allem Lebendigen und sein Verständnis für das Zusammenspiel von Pflanzen und dem menschlichen Organismus inspirierten mich haben zutiefst.
Ich hatte den Glück, in seinen letzten Lebensjahren Pflanzenheilkunde bei ihm lernen zu dürfen.
So fand ich zurück in die Arbeit mit Menschen – diesmal als Heilpraktikerin.

In all diesen Jahren lebte ich in verschiedene Gemeinschaften. Ich habe meinen Alltag mit einer Vielfalt an Menschen geteilt und in selbstverwalteten Strukturen gearbeitet. Ich war Mutter geworden. Das alles beschenkte mich mit hautnahen Erfahrungen zwischenmenschlicher Synergien und Verstrickungen. Ich war fast verwundert, wie sehr wir füreinander ein Balsam sein können und uns gleichzeitig heftigst an unsere Grenzen bringen. In mir wuchs der Wunsch, Beziehungs- und Gruppendynamiken tiefer zu verstehen.
Ich wollte Wege finden, wie unser menschliches verschieden Sein, eine Bereicherung statt ein Konfliktboden, sein könnte. Vor allem aber suchte ich nach Wegen, authentischer und offener mit den Menschen zu sein, die ich liebte.
Ich fing an, an mir selbst zu arbeiten.

Das veränderte auch meine Tätigkeit als Heilpraktikerin: meine Aufmerksamkeit galt immer mehr dem inneren Erleben meiner Klient*innen. Besonders interessant fand ich zu beobachten, wie Bindungserfahrungen aus der Kindheit unsere Art, in Beziehung zu sein, lebenslang prägen. So gesehen, wurden Partnerschaft und Elternschaft zu Orten des inneren Wachstums.
In meinen Aus- und Weiterbildungen in transpersonaler Prozessarbeit, körper- und ressourcenorientierter Krisenbegleitung, sowie kreativer Traumatherapie, und Trauerbegleitung lernte ich, Menschen auf eine Weise zu begleiten, die Körper, Emotionen, Beziehung und Bewusstsein mit einbezieht.

So entstand nach und nach meine heutige Arbeit mit Einzelnen, Paaren und Familien.
Ich verstehe sie weniger als eine Behandlung von Problemen, sondern vielmehr als ein gemeinsames Erforschen der heilsamen Bewegung, die die Situation als stimmige Antwort braucht.
Immer wieder staune ich darüber, wieviel Leichtigkeit und Freude entstehen kann, wenn wir uns erlauben, mit dem zu sein, was ist. Besonders berührend finde ich dabei, was für eine tiefe Verbundenheit möglich wird, wenn Menschen einen Raum erleben, in dem sie so sein dürfen, wie sie gerade sind.

Auf meinem Weg lernte in 2015 Richard und die Schule „Seele und Sein“ kennen.
Hier fand ich etwas, was mich zutiefst berührte: eine ungeschminkte, schlichte Menschlichkeit.
Die Schule wurde für mich zu einem Zuhause, ein Ort, wo ich üben konnte, mich in allen meinen Facetten zu zeigen, und andere in ihren zu sehen. Durch die transpersonale Prozessarbeit fand ich zurück zu der tiefen Verbundenheit, die in meiner Kindheit so selbstverständlich war – die jedoch nichts mehr naives und romantisches an sich hatte. Ich lernte immer mehr, das Leben so anzunehmen, wie es ist - mal so, mal so – und auch meinen Widerstand, wenn es nicht nach meinen Vorstellungen läuft. Aus der Verbundenheit heraus kristallisieren sich nach und nach Antworten, in die ich versuche, Schritt für Schritt hineinzuleben.

Als in 2025 die Zukunftswerkstatt ins Leben gerufen wurde, um gemeinschaftlich zu überlegen, wie die Schule über Richard hinaus weiter geführt werden könnte, war mein Wunsch klar, mich in den Prozess, aktiv einzubringen. Dort entstand die Idee, zusammen mit Ben Schuster die Grundausbildung ab 2027 nach Österreich zu bringen.